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Tag: Rook

Fühlt sich wie Arbeit an – Rook Assistant Teil 6

Die TODO-Liste wird kleiner und das Ende ist in Sicht. Zählt man HTML und JavaScript zusammen, komme ich sogar schon auf 500 Zeilen Code. Vielleicht lässt sich das ja noch etwas entschlacken. Heute habe ich einen Stand, dem hauptsächlich noch diese Funktionen fehlen:

  • Mitspieler nicht eingeben, wenn 720 oder 1005 geboten wurde
  • Leere Eingaben verhindern Button-Klick
  • Prüfung, ob jemand mehr als 1000 oder weniger als -1000 Punkte gesammelt hat
  • Gewinner-Seite
  • Zurück-Funktion lieber nicht? (Die war einfach so bei Onsen UI dabei, aber ich bin nicht sicher, ob man sich damit nicht zu viel kaputt macht.
  • TESTEN!!! (Ja, ist keine Funktion, aber es muss ja irgendwo stehen)

Hey, das klingt ja fast nach einem klassischen 80% Status. Der Zeitpunkt, zu dem Entwickler in große Gefahr geraten, das „F“-Wort zu verwenden. Vorsicht! Sag lieber „Das Feature funktioniert auf diesem System mit folgenden Parametern“ oder „ich habe ein gutes Gefühl“. Sagt nicht „fertig“. Schon gar nicht zu einem Projektmanager!

Das bringt mich zu dem anderen Punkt für heute. Ich brauche mal ne Pause! Heute habe ich bemerkt, dass sich bei mir die gleichen nervösen Zuckungen ergeben, wie bei meinem richtigen Job, weil ich ja gerade nichts anderes mache als bei meinem richtigen Job. Es ist schon interessant, dass ich das Gefühl in der Planungs- und Konzept-Phase nicht hatte. Blöde Sache. Vor allem, wenn man wirklich gerne programmiert. Man sollte es wohl einfach nicht zu viel machen.

Lassen wir es also locker angehen. Besonders jetzt in der heißen Phase des Projekts, in der so manche eklige Sache aufploppen kann.

Tutorial und erste Anpassungen – Rook Assistant Teil 4

Ich wühle mich durch das Tutorial und schreibe parallel die ersten Zeilen HTML und JavaScript. Dabei fällt mir direkt eine Verbesserungsmöglichkeit im Design auf.

Der Startscreen

Den ersten und zweiten Schritt aus dem Konzept kann man zusammenfassen, weil der erste Schritt ja wirklich nur aus „Spiel starten“ besteht. Vielleicht füge ich irgendwann Optionen oder Statistiken hinzu, aber mit den Problemen kann sich Zukunfts-Christian beschäftigen.

Der neue Startscreen wird also direkt die Möglichkeit enthalten, ein Spiel mit vier oder fünf Spielern zu starten. Grundsätzlich verfolge ich das Ziel, die Anzahl der Modi so klein wie möglich zu halten. Darin liegt die Komplexität der App.

Konzept und Praxis

Über den Startscreen hinaus hat es sich als sehr nützlich herausgestellt, dieses recht ausführliche Konzept gemacht zu haben, weil ich direkt wusste, welche Elemente auf welcher Seite zu sehen sein sollten. Die verschiedenen Modi habe ich, nachdem ich die ersten zwei Seiten des offiziellen Tutorials (https://vuejs.org/v2/guide/index.html) gelesen hatte, direkt mit einer simplen Vue.js-Funktionalität umgesetzt, die sich „v-if“ nennt. Bei dem folgenden Code handelt es sich um meine aktuelle Version des Startscreens:

<div v-if="isVisible('screen_welcome')">
   <rook-headline v-bind:item="text.screen_welcome"></rook-headline> 
   <div><button v-on:click="startNewGame(4)">Spiel mit vier Spielern</button></div>
   <div><button v-on:click="startNewGame(5)">Spiel mit fünf Spielern</button></div>
</div>

Hier sieht man in der ersten Zeile direkt das „v-if“ und es bewirkt, dass der ganze Block nur dann angezeigt wird, wenn das Innere („isVisible…“) wahr ist. Der Modus hier nennt sich nun „screen_welcome“, also wird dieser Block nur dargestellt, wenn „screen_welcome“ als sichtbar gekennzeichnet wird. Auf diese Weise habe ich bereits die ganze Klick-Strecke umgesetzt. Sie hat noch keine Logik, also die Tabelle wird nach einem Stich noch nicht aktualisiert und die Optik war erstmal vollkommen egal. Hier ist ein kleiner Einblick als Gif:

Sehr praktisch war hier das Tool ScreenToGif. Es lässt sich einfach bedienen und liefert genau das, was ich brauche.

Das ist aber nicht so schön!

Anstatt die Logik zu Ende zu schreiben, werde ich mich jetzt doch schon mit der Optik beschäftigen. Mir ist da nämlich ein Framework über den Weg gelaufen, dass mir ganz gut gefällt. Es heißt Onsen UI und bis zum nächsten Artikel werde ich damit rumspielen.

Konkrete Pläne – Rook Assistant Teil 2

Beim letzten Mal habe ich grundsätzlich meine Überlegungen geteilt, wie der „Rook Assistant“ funktionieren sollte. Seitdem ist mir bereits aufgefallen, dass ich eine kleine Sache bereits übersehen habe. Für den Sieg ist es nämlich notwendig, zu behalten, ob jemand bereits ein Gebot gewonnen hat (nicht den Stich – nur das Gebot). Darum notiere ich es hier einmal. Ich könnte auch das Flussdiagramm anpassen, aber da es jetzt schon hier steht, ist es ja dokumentiert. Ihr könnt mich ja darauf hinweisen, falls diese Abfrage im Endprodukt fehlt.

Design

In einem ordentlichen Prozess käme jetzt der Punkt, an dem Konzeptioner und Designer das Aussehen des Produkts bestimmen. Man kann die App ja beliebig hübsch machen. Stattdessen werde ich mir wohl die komplette Funktionalität erstmal Programmierer-mäßig ohne besonderes Aussehen zusammenbasteln. Das heißt, ich schreibe alles schwarz auf weiß in einfaches HTML und sorge dafür, dass es das tut, was es soll.

Dem ganzen Spaß setze ich dann später eine Portion Bootstrap auf. Damit habe ich schon sehr lange nichts gebaut. Bootstrap ist extrem verbreitet und sollte in der Lage sein, die Bedürfnisse meiner App abzubilden. Am besten wäre natürlich eine schicke App-Optik. Da muss ich wohl noch etwas Recherche reinstecken.

Technologie

Jetzt wird es technisch! (Aber keine Angst, ich halte es oberflächlich) Nachdem die Entscheidung gefallen war, das Progrämmchen nicht als Android- oder iOS-App zu entwickeln, dachte ich zuerst, dass ich es einfach stumpf runterprogrammiere. Aber es sollte ja wenigstens eine kleine Lern-Lektion für mich sein, also bin ich nach etwas Grübelei zu dem Schluss gekommen, das Vue.js-Framework zu benutzen. Wie ich hörte ist das ja gerade total in. Vue.js ist wohl eine gute Wahl für schlanke Single-Page-Applications (SPA, also im Prinzip eine App, die auf einer Website läuft) und der Rook-Assistant wird mit Sicherheit eine SPA. Es gibt keine Server-Kommunikation oder so – alles läuft da wo man es sieht. Vermutlich werde ich nur die Basis-Funktionen von Vue.js benutzen, aber immerhin habe ich dann mal einen Blick in die Vue-Welt geworfen und meine Füße ins kühle Nass gesteckt.

Nächste Schritte

Offensichtlich steht erstmal ein Blick ins Vue.js-Tutorial an. Ich denke, ich hangele mich dort entlang und versuche, auf dem Weg schon ein Daten-Modell für die Rook-Assistant-App zu entwickeln. Mir schwebt da schon ein Array vor, der Objekte enthält, die Namen und Punktzahl des Spielers enthalten. Achja und ob der Spieler schon einmal ein Gebot gewonnen hat. Nicht vergessen!

Ein kleines Neben-Projekt – Rook Assistant Teil 1

Rook ist ein Kartenspiel, für das es keine deutschsprachige Wikipedia-Seite gibt und es macht süchtig. Man kann es sich wie Skat vorstellen insofern, dass man vorher bieten muss und man spielt, wenn man das Gebot gewonnen hat, mit einem Mitspieler. Mehr will ich hier gar nicht zu den Regeln sagen. Entscheidend ist, dass man nach jeder Runde die gesammelten Punkte notiert und derjenige, der als erster mehr als 1000 Punkte hat, gewinnt das Spiel. Hat ein Spieler weniger als -1000 Punkte, werden auch die Punkte gezählt und derjenige mit den meisten Punkten gewinnt.

An sich ist es kein gewaltiger Aufwand, eine Tabelle auf einen Zettel zu schreiben, bei der die Spalten die Mitspieler (4 bis 5) sind und die Zeilen die Spiele, aber ich dachte mir, es wäre doch eine interessante Herausforderung, dem „Schreiber“ die Arbeit zu erleichtern, indem man die Ergebnisse in eine einfach App eingibt, die dann den Zwischenstand hübsch ausgibt, während man spielt.

Da real MVP

Als wir im letzten Herbst spät abends mit der Familie über eine solche App brainstormten, ist mir schnell klar geworden, dass wir ein sehr einfaches Minimum Viable Product (MVP) definieren sollten. Es gibt viele Features, die man sich gut vorstellen könnte, aber meine Zeit ist kostbar und es soll ja auch tatsächlich fertig werden. Darum habe ich entschieden, dass die App wirklich nur die Features bieten soll, die eine Papier-Tabelle auch liefert, aber etwas komfortabler. Wenn der Stand erreicht ist, kann man über weitere Features nachdenken.

Anforderungsaufnahme

Ok, ich entwickle die App ganz alleine und vermutlich könnte ich eine funktionierende Version an einem entspannten Nachmittag runterhacken, aber ich versuche jetzt mal, möglichst formal vorzugehen, ohne zu übertreiben. Meine App sollte wenigstens die folgenden Features beinhalten:

  • Neues Spiel starten (4 oder 5 Mitspieler)
  • Namen der Mitspieler eingeben
  • Neues Blatt starten
  • Gebot eingeben
  • Erhöhen (auf 360, 720, 1005)
  • Kartengeber eingeben
  • Ggf. Mitspieler eingeben
  • Eingeben, ob der Stich gewonnen oder verloren wurde
  • Eingeben, wie viele Punkte die Gegenseite gesammelt hat

Ist das alles? Am besten mache ich noch ein Flussdiagramm. Das eigentliche Spiel wird nicht abgebildet, sondern nur die Funktionen, die meine App haben soll.

 

Was jetzt? Ich denke, eine Art technisches Konzept wäre jetzt angebracht. Ein paar Ideen habe ich schon. Gegen eine native App habe ich mich bereits entschieden, weil es ja ein kleines Projektchen werden sollte und darum wird die Sprache wohl JavaScript sein. Mehr dazu schreibe ich dann im zweiten Teil.

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